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Judo-Olympionikin und U23-Europameisterin trainieren 80 Kinder und Jugendliche

Judo-Spitzensportlerinnen Laura Vargas Koch und Amelie Stoll zu Gast in Erlangen



Einmal mit Sport-Legenden auf der Matte stehen – für Judo-Begeisterte ein Traum. Am Samstag, dem 17. Februar, ging dieser Traum für mehr als 80 Kinder und Jugendliche in Erlangen in Erfüllung. Gemeinsam mit der Olympia-Bronzemedaillengewinnerin Laura Vargas Koch (70 kg) und der amtierenden U23-Europameisterin Amelie Stoll (57 kg) trainierten die kleinen und großen Judoka die besten Wettkampftechniken im Stand und am Boden. Der Bayerische Judo-Verband, unterstützt durch die Schumacher Packaging GmbH aus Ebersdorf, veranstaltete den Lehrgang mit den beiden Spitzenathletinnen in der Jahnhalle des TV Erlangen.

 

Nachwuchsförderung ist im Sport elementar

„Mit einem so großen Interesse hatten wir anfänglich gar nicht gerechnet“, berichtet Hendrik Schumacher, Geschäftsführer der Schumacher Packaging GmbH, die den Event mitfinanziert hat. „Wir gingen zunächst von knapp 20 Teilnehmern aus. Dass es am Ende über 80 Kinder und Jugendliche waren, hat uns alle überrascht – und begeistert.“ Das rege Interesse freut auch Frauke Vortmann, die als Sportkoordinatorin beim Bayerischen Judo-Verband für die Planung und Durchführung des Lehrgangs verantwortlich war: „Es ist toll zu sehen, wie viele Kinder und Jugendliche an einem solchen Training Interesse zeigen.“ Die Förderung und Motivation junger Sportler ist eine von vielen Aufgaben des Bayerischen Judo-Verbands. „Nur mit der Unterstützung des Nachwuchses können wir für Deutschland letztlich auch Spitzensportler herausbilden, die für unser Land olympische Medaillen nach Hause holen“, sagt Frauke Vortmann. „Umso schöner ist es dann, wenn Top-Athletinnen wie Laura und Amelie sich die Zeit nehmen und gemeinsam mit den Kindern trainieren. Das ist nicht nur ein tolles Erlebnis für die Kleinen, es gibt dem einen oder anderen vielleicht sogar den ersten Ansporn, selbst leistungsorientiert zu trainieren.“

 

Ein lehrreicher Tag für Klein und Groß

Die Teilnahme am Judo-Tageslehrgang stand allen Kindern und Jugendlichen ab der Altersklasse U15 offen. In den ersten beiden Trainingsstunden am Vormittag zeigten Laura Vargas Koch und Amelie Stoll den Kindern ihre besten Kampftechniken im Stand und gaben Hinweise, wie man sich gegen seinen Kampfpartner bestmöglich behauptet. Nach einem stärkenden Mittagessen ging es dann in einer zweiten Trainingseinheit am Nachmittag mit dem Techniktraining am Boden weiter. Auch hier konnten die beiden Spitzen-Judoka den Teilnehmern viele hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben. Amelie Stoll zeigt sich begeistert: „Es hat mir unfassbar viel Spaß gemacht, mit den Kindern zu arbeiten. Sie an meinem Judo teilhaben zu lassen und von meiner Leidenschaft für den Sport begeistern zu können, ist für mich ein großartiges Gefühl.“ Auch Laura Vargas Koch hat den Tag genossen: „Mir macht es immer Spaß, ein Training für den Nachwuchs zu geben, und ich war am Wochenende vom hohen technischen Niveau der Kinder und Jugendlichen echt beeindruckt. Auch das Training zusammen mit Amelie fand ich toll, weil ich direkt noch etwas von ihr lernen konnte.“ Als Laura Vargas Koch dann noch ihre olympische Bronze-Medaille aus Rio zeigte, wurden die Augen der jungen Teilnehmer groß. „Wer weiß, vielleicht stand ich heute sogar mit einem zukünftigen Olympioniken auf der Matte“, schmunzelt Vargas Koch. Bei ihr kam ihr Olympia-Traum erst relativ spät mit 21 Jahren auf, als sie bei der Universiade antrat und im Universiade-Dorf wohnte. „Da hab ich mir gedacht: Hier ist es schon so toll, wie schön muss es dann erst bei Olympia sein.“

 

Spitzensport braucht Unterstützung

Was mit Ehrgeiz, Disziplin und viel hartem Training alles zu erreichen ist, zeigen die beiden Athletinnen heute nur zu gut. Amelie Stoll ging im November 2017 bei den U23-Europameisterschaften in Podgorica als Siegerin in der Klasse bis 57 kg hervor. Um solche Erfolge verzeichnen zu können, benötigen Athleten aber auch Unterstützung. „Da ich aufgrund meines Sports sehr viel auf Wettkämpfen und Trainingslagern unterwegs bin, habe ich schon viele Fehltage in der Uni“, erklärt Amelie Stoll. „Die TU in München versucht mich dabei aber, so gut es geht, zu unterstützen, indem ich beispielweise manche Prüfungen nachschreiben oder auch öfter als normal vorgesehen fehlen darf. Durch die zeitliche Belastung von zweimal Training pro Tag plus Uni bleibt nicht mehr viel Zeit für einen Nebenjob. Deshalb spielt nicht nur die persönliche Unterstützung eine wichtige Rolle, sondern auch die finanzielle Unterstützung durch Sponsoren.“

 

Laura Vargas Koch hatte es bereits im Sommer 2016 bis nach Rio geschafft und dort bei den Olympischen Spielen den dritten Platz in ihrer Gewichtsklasse bis 70 kg belegt. Auch sie weiß, wie wichtig ein verlässlicher Rückhalt ist. „Ohne Unterstützung ist das alles gar nicht zu schaffen. Das beginnt mit meinen Kommilitonen und Professoren, die immer wieder Rücksicht auf Trainingszeiten, Trainingslager und Wettkämpfe nehmen“, berichtet Vargas Koch. „Aber genauso wichtig sind auch Sponsoren wie Schumacher Packaging, die Kerspe GmbH oder die Deutsche Sporthilfe, die es mir ermöglichen, mich voll und ganz auf den Sport und das Studium bzw. jetzt die Promotion zu konzentrieren. So muss ich mir nicht auch noch Sorgen darum machen, woher das Geld für den nächsten Monat kommt“, erklärt Vargas Koch.

 

Hendrik Schumacher war früher selbst im Judo-Leistungssport aktiv. Darum ist es ihm heute eine Herzensangelegenheit, mit Schumacher Packaging sowohl Top-Athleten als auch den Judo-Breitensport zu unterstützen. „Es ist schon beachtlich, was junge Menschen im Leistungssportbereich leisten und was sie alles unter einen Hut bekommen müssen“, sagt Schumacher, „Schule, Ausbildung, Familie, Freunde und dann noch ein enormes Trainingspensum. Das erfordert viel Disziplin, Ehrgeiz und eigene Motivation. Ich finde, das muss einfach honoriert und gefördert werden“, erklärt Schumacher. „Und wenn wir den jungen Sportlern durch unsere finanzielle Unterstützung ein wenig Druck und Sorgen nehmen können, machen wir das sehr gern.“

 

An sein Talent glauben

„Außerdem sind Athletinnen wie Laura und Amelie wirkliche Vorbilder“, so Hendrik Schumacher weiter. „Denn sie zeigen, was alles möglich ist, wenn man ein Ziel vor Augen hat und bereit ist, dafür alles zu geben. Wenn man sich nicht auf die Schwierigkeiten konzentriert – und dadurch seine Energie verschwendet –, sondern wenn man konsequent seinen Weg in Richtung Ziel geht und an sich selbst glaubt. Das ist der Spirit, den unser Familienunternehmen durch sein finanzielles Engagement unterstützen will, ob das bei Sportlern und Vereinen oder auch in der Kinderarbeit von Don Bosco ist. Es geht uns immer darum, dass junge Menschen lernen, etwas aus ihren Talenten zu machen.“


 27.02.2018« zurück zur Übersicht

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